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Musen Sehnsucht

10. März 2013

Laut Lexikon könnte man anhand der fünf Körper-Sinne, die entsprechenden Musen aufzählen und dazu deren zugehörigen „Untermusen“. Was ist eine Muse? Muss die Muse weiblich sein? Rein physikalisch gesehen, sollte der Bezugspunkt zum Subjekt der Wünsche stimmen, d. h. vom gewählten Blickwinkel, der Ansichtssache oder der Gedankenursache aus betrachtet, wirkt die Muse entsprechend . . . Die Muse eines Ferrari-Fans z. B. begehrt das Rot der Karosserie-Lackierung in Kombination mit dem röhrenden Motorsound . . .  oder, assoziativ gesehen . . .  ein rothaariges Pinup-Girl auf der angewärmten Motorhaube stolz sich räkelnd. Mozarts und Beethovens Musen, waren Wohlsinnende Damen in entzückender Hingabe der live entstandenen Tastenklänge. Des Dichters Muse ist die Fantasie seiner Vorstellungskraft, in der Wort-Fiktion seiner Wünsche zu weilen. Und des Malers Muse ist die Person seiner optischen Sehnsucht, die ihn laufend betört, sie unberührt zu malen um sie abschließend zweidimensional ergreifen zu können. Ob Mann oder Frau, die Muse scheint entsprechend der Leidenschaft des kreativen Künstlers, meist auf das andere Geschlecht zu wirken um die Atmosphäre Beider selbst darzustellen. Beide ergänzen sich, man kann fast sagen, sie leben voneinander wie der Gedanke die Tat begehrt oder die Kunst das Publikum benötigt. Die Musensituation ist eine Rekursion der feinsten Art.

Ach, 11.12..2010 (1. Fassung), 10.03.2011 (2.. Fassung)



		
		


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