Bleib!

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Ursprung der Idee

10. Februar 2013

Ein bester Freund hat mir erklärt, wo der Ursprung der Ideen entsprießt: beim Autofahren. Bei Serpentinenfahrten findet im Gehirn eine ständige Massenverlagerung statt. Bei dieser dreidimensionalen Bewegung entstehen ständig winzige Leer-Räume in den Ganglien, die dadurch völlig neue Ideen erscheinen lassen. Diese Ideen können allerdings nur abgerufen werden, wenn sich eine darauffolgende Entspannungsphase einstellt. Bei einem Rennfahrer zum Beispiel ist das nicht möglich, denn seine Konzentration ist zu hoch, sie lässt die anstrengende Spannung nicht los. Dazu ein einfaches Beispiel: man schüttelt ein Sparschwein solange, bis eine Münze aus dem Spalt fällt. Danach entspannt sich die Angelegenheit, denn mit dieser Münze kann sich eine völlig neue Idee ergeben. Die rechte, kreative Seite des Gehirns braucht ab und zu kurzzeitig ihren Freiraum.

Eine andere These besagt, dass bei sehr langen Autofahrten ein ähnlicher Effekt auftritt. Monotonie und Puls geben auch hier dem Gehirn einen Freiraum durch Absackung der Masse. Die besten Ideen entstehen oft beim Autofahren oder Im Schlaf nach einem Traum. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ach, 10.02.2013 (1. Fass.)
Buchauszug aus "Im Dasein der Sinne" (2013)
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