frozen woman

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Rot retten

25. Februar 2013

Es riecht nach Lilaviolett, rauscht blond vorbei, zur Hand, nach rechts. Kribbelnd eingeschlafen bis ins rechte Auge. Und betrübt, gedankengrau im letzten Dunst, gleitet fern vermisst, die Orientierung hin zur Illusion. Der Traum hat keine Wünsche mehr. Lust zerronnen, weist der Weg auf Teer, wohin kein Ziel mehr führt den Drang. Warum? Um den Willen nur zertreiben, der da schläft, gedankenlos in halber Graue. Einsam, kleine Speisen zehren. Klänge hören, die auf leisen Pfoten durch die Hintertür entschwinden . . . mit all der Sehnsucht, ein letztes Rosarot zu retten. Der kleine Spalt ist viel zu schmal um ein vergessenes Rot, nochmals neu . . . zu erfinden. Vergangenheit, hat sie gesagt . . . und nicht vielleicht. Das Rosarot verbleicht zu blassem Dunst, der aus Kanälen grausam dampft. Die Schritte werden zählbar. Die Wege enden ohne Steigung, hin zum Abhang, auf der Treppe rollend, in den Schlund der Zuflucht. Bettelnd, um den letzten Rausch der Sinne, neonflackernd, wie der Puls zerzittert wartet . . . auf den nächsten Schlag, lichtlos in ein anderes Land.

Bern, 25.02.2013 (1. Fass. a. Teebeutel), Aarberg, 25.02.2013 (2.. Fass.)



		
		


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