Gemälde "Menhir"
(Krumau, 2008)

Gemälde "Menhir" (Krumau, 2008)

Menhir

20. Oktober 2012

Senkrecht und freistehend steht der große Stein alleine in der Landschaft. Er ist Fixpunkt, Indikator, Mittelpunkt, Versammlungsort. Er ist das Sprachrohr zu den Mächten der Natur. Der aufgestellte, hohe, ideale Stein, der Menhir, ist Kontakt-Stein zu den Seelen der Dinge, die da alle schwingen. Der Ort um den Menhir ist magisch, ein Ort der Tat, an dem Pakte geschlossen und Wünsche beantragt werden. Das Ritual am heiligen Platz, regelt den Lauf des Lebens. Der Kodex in den Stein geritzt als sichtbar dargestellte Symbol.

Auf dem Gemälde ist in dualer Form die Entscheidung im obersten Teil als Ja oder Nein zu sehen und mittig, der Hüter der Regeln, welcher die Fragen beantwortet, direkt vor Ort am Platz des senkrecht, dualen Steines. Das Ergebnis erfolgt in der Regel von einer Nacht auf die darauf folgende Nacht. Links und rechts Außen sind diese beiden Nächte als Dunkelheit eingebettet.

Krumau, 25.11.2008, Textauszug a. d. Buch "Dualität"(Gemälde „Menhir“, 70 x 80 cm)

 

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